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Trockeneis

Unter Trockeneis versteht man Kohlendioxid (handelsüblich auch Kohlensäure genannt) in fester Form. Die Bezeichnung «trocken» bezieht sich auf die Eigenschaft direkt zu verdampfen, ohne zu schmelzen, respektive flüssig zu werden. 

Der Druck und die Temperatur bestimmen die Form der Kohlensäure: den gasförmigen, flüssigen oder festen Aggregatzustand. Trockeneis verdampft direkt, ohne zu schmelzen, d.h. flüssig zu werden. Kohlendioxid ist eines der wenigen Gase, das einen festen Zustand annehmen kann. Die Kälteleistung von Trockeneis beträgt bei Erwärmung von –78,5 °C (194,65 K) auf 0 °C (273,15 K) zirka 640kJ/kg, dies entspricht etwa der 3-fachen Kühlleistung von herkömmlichem Eis. Der möglicherweise wichtigere Vorteil ist aber, dass nach der Verdampfung nichts mehr übrig bleibt, was bei normalem Eis aus Wasser nicht der Fall ist. Bei Wärmezufuhr geht das Trockeneis sofort in den gasförmigen Zustand über. Es entsteht also keine Flüssigkeit, das Ihrem Kühlerzeugnis oder dessen Verpackung schaden könnte.


Trockeneis ist ferner:

  • geruchs- und geschmacksfrei
  • bakterienhemmend
  • nicht giftig
  • nicht brennbar
  • inert

## Einsatzgebiete Trockeneis ##

Wo wird Trockeneis eingesetzt?

Die besonderen Eigenschaften von Trockeneis ergeben vielseitige Anwendungsmöglichkeiten in der Wirtschaft.

Beispiele von Anwendungsmöglichkeiten und Einsatzgebieten:
  • Transportkühlung gekühlter und gefrorener Produkte.
  • Catering-Service für Mahlzeiten in Flugzeugen, Zügen, Krankenhäusern etc.
  • Lebensmittelindustrie: direkte Produktekühlung wie z.B. Teigkühlung.
  • Chemische Industrie und Laboratorien: zur Herstellung von Kältebädern, für Kristallisationsprozesse und zur Wärmeabführung bei chemischen Reaktionen, beim Kaltmahlen.
  • Pharmazeutische Industrie: zum Einhalten tiefer Transporttemperaturen z.B. bei wertvollen Seren.
  • Metallindustrie zur Materialprüfung: zum Kaltschrumpfen und zum Härten.
  • Allgemeine Industrieanwendungen: partielle Rohrgefrierung für Revisionszwecke.
  • Kunststoffindustrie: zum Entgraten von Gummiformteilen.
  • Weinkellerei: um Weinstein auszuscheiden.
  • Landwirtschaftliche Betriebe: zur Herstellung von Qualitäts-Silage und Schädlingsbekämpfung in Getreidesilos.
  • Reinigungsverfahren: die «coole» Strahlreinigung mit Trockeneis.
  • Unterhaltungsindustrie: Nebeleffekte bei Musicals und in Diskotheken.

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